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    2018

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    • thanks for this one @netflixde and for the reminder that music can change the world . @doraosinde 👌🏾

    • Lasst euch nicht belabern Ladies , es ist so not very Chanel kein Kondom zu benutzen. Und wenn „er“ mit ...

    • Wir spielen morgen Abend auf dem #Reeperbahnfestival Kommt vorbei und grooved mit uns - 21:30 ...

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    • do the worst people make the best music?

    • Fall auf - wenn du willst. Halb Schatten - halb Licht. I am VERY excited to be a part of this ...

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    • halb schatten , halb licht

      Wie wunderschön das ist. 
      


      Jean Cocteau

    • the good news is

      If the whole music thing doesn't play out

      I can see a career in fortune telling on the horizon

       

      Feb 2017

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      And though you're a shadow and it's been a long time coming

      you manage to turn my happy into blue

      guess messing me up always came natural to you.

      Maybe because you only give when you need

      only care when you bleed.

       

      And I want my hoodies back.

    • Liebe Grüsse Lary

      Yes I judge people by the music they listen too. Nobodys perfect. 

      I also have a RADIO SHOW and a complementary playlist on SPOTIFY.

      Guac is extra .

    Bio

    Lary - hart fragil

    Hart fragil. Der Titel des aktuellen Albums von Lary frönt ihm: dem Gegensatz. Für die Sängerin ist er der Schlüssel des Seins. In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat sie sich vollkommen auf die Suche danach begeben – in ihrem Leben, als Musikerin und immer auch in sich selbst.


    Wer die Sängerin beobachtet, sieht, was damit gemeint sein könnte: Lary ist oberfächliche Diva und charmanter Prolet mit Tiefgang in einem. Sie ist Instagram und Poetik. Hedonismus und Mäßigkeit. Sie ist „immer irgendwo zwischen schwarz und weiß“.


    Manchmal Einzelgängerin, manchmal mitten drin. Singt mal stark, mal zerbrechlich. Feuert Schalke 04 aus Eckkneipen an und geht danach in Cocktailkleid auf Dinnerpartys. Lary hat gelernt, dass einzig ehrliche Varianz authentisch ist. Denn vermeintliche Widersprüche halten sich nur auf dem ersten Blick. Genauer betrachtet sind sie Teil unserer Vielschichtigkeit als Menschen.


    Lary gibt sich diesen teils widersprüchlichen Impulsen hin und hält aus, dass diese von anderen vielleicht nicht verstanden werden - sie selbst diese Impulse manchmal nicht einordnen kann. Denn erst all die Puzzleteile vereint zeigen ein komplettes Bild – zeigen Lary. Vielleicht.


    Larissa Sirah Herden, wie Lary bürgerlich heißt, ist 1986 in Gelsenkirchen geboren. Sie machte Abitur, studierte in Düsseldorf, und ging irgendwann nach New York.
    Dort blieb sie kurz, sang in Bars und auf der Straße, modelte und jobbte hier und da. Vor gut sieben Jahren kam sie nach Berlin – und blieb. Auch weil sie Musik auf Deutsch machen wollte. Die Sprache mit ihrer eigensinnigen, düsteren Poetik ist ihr am nächsten.


    Seit ihrem Debütalbum Futuredeutschewelle (2014) sind ein paar Jahre vergangen. Nun kommt das zweite, bei dem sie in jedem kreativen Schritt involviert war. Wichtig war ihr das „Damals fühlte ich mich aus meiner Haut gewachsen“, erinnert sie sich. Nackt. Sie wollte umdenken. Die Fragen „Wer bin ich?“, „Wer will ich sein?“ trieben sie um. Immer auch musikalisch. Kurzerhand wechselte sie das Label und machte sich an die Arbeit. In diesem Prozess erkannte die Tochter eines Engländers und einer Deutschen, was sich augenscheinlich widerspricht und am Ende doch so gut zusammenpasst. Man kann alles sein, sagt sie heute selbstbewusst. Eine Identität setzt sich doch aus vielen Nuancen zusammen.


    Dass das nicht alle so sehen, viele einfachheitshalber die Dinge in Schubladen stecken und auf einzelne Aspekte reduzieren, musste auch Lary nach ihrem ersten Album erfahren. Damals entdeckte sie ihre freie Sexualität für sich. Und natürlich wurde vor allem darauf gezielt: Sie, die heiße Frau, die sagt, dass sie gerne auch den ganzen Tag nackt herumlaufen würde. Na und? Frau sein – Mensch sein. Dabei ging es ihr schon damals vor allem darum, durch
    Musik zu überzeugen.


    Lary tut das, was sie so liebt, schon seit der Schule. Damals stand sie unter anderem in Musicals auf der Bühne. An der Folkwang ließ sie sich mit Stipendium auch in Tanz und Schauspiel ausbilden. Später war sie dann mit den Fantastischen Vier auf Stadiontour und Support von Flo Mega. 2014 bekam sie den New Music Award zum Release des ersten Albums – als erste weibliche Solokünstlerin. Ganz nebenbei schloss sie das Studium in Medien- und
    Kulturwissenschaften ab.


    Mit Künstlern wie Curse, Tim Bendzko, Patrice oder MeLo-X, der auch an zwei Songs auf Beyoncés Album Lemonade mitschrieb, arbeitete sie in den vergangenen Jahren unter
    anderem zusammen. 2015 erschien ein Feature mit MoTrip. Der Song „So wie du bist“ schnellte in die Charts und erreichte Platin. Ziemlich viel passiert.


    hart fragil handelt nun von Abgründen, die direkt vor ihr lagen. Davon, vor ihnen keine Angst zuhaben, denn „der Abgrund macht mich stark“, singt sie. Gefährlich und reizvoll zugleich. Lary verliert sich in dem Leben, das sie lebt, in dem Lifestyle, der sie umgibt. Und ist gleichzeitig abgestoßen von alldem. Alle Türen zu! Durch alle Türen gehen!


    Man hört Larys Melancholie, in der sie ertrinken will und ihren Fatalismus, der ihr immer wieder begegnet. Sie erzählt von Liebe, Trauer, Lebenslust. Situationen, in die sie sich extra begeben hat, um Neues zu spüren – immer mit dem Wissen, dass es schwierig werden könnte, auch weil es anders wird.


    Irgendwo zwischen digitaler Selbstdarstellung und ewiger Sinnsuche, zwischen vermeintlichen Widersprüchen und einem stimmigen Ganzen, ist Lary ein Abbild der
    Gesellschaft und sticht doch heraus. Denn innerhalb dieser Spannungsfelder bleibt sie nicht stehen, sondern wandert und wandelt sich von einem Randbereich ins andere Extrem, denn sie weiß, nur wer an seine Grenzen geht, kann die eigene Mitte finden. Und genau dort lernt sie sich kennen - wieder und wieder aufs Neue.


    Die Künstlerin selbst sieht ihre Arbeit als Versuch, ihr seelisches Chaos zu ordnen. Mit großer Faszination hat sie in den vergangenen Jahren beobachtet, wohin es sie zieht, sich darin gesuhlt, es musikalisch übersetzt. Grenzgänge, ein Hin und Her. Die Frage: Finde ich jemals wieder aus den Untiefen zurück zu dem Selbst, das ich kurz verlasse? Die Neugier war stark, also blieb sie da unten eine Weile. Schrieb und schrieb und schrieb.


    Wie damals, sagt sie noch heute, „jedem Menschen muss mal das Herz gebrochen werden“. Immer da Verletzungen und Brüche, die Inhalt schafen. Eine Beziehung, wo Liebe nicht ausreicht, um gemeinsam zu funktionieren, obwohl der Glaube daran doch so stark war. Lary hat sich sich auf hart fragil in die Dunkelheit, hin zum Schmerz, zum Fatalismus begeben. Um diese Fragilität zu umarmen und daraus Stärke zu gewinnen und irgendwann wieder dort hinzukommen, wo alles leuchtet.


    Suicide und Portishead haben sie dabei inspiriert. Das Düstere, das aber genau so Helligkeit bedeuten kann. Und dann wieder der knallharte Gegensatz: die Heldinnen Hildegard Knef und Marianne Rosenberg. Direkte, starke, Liebe und Leben am Kragen packende Frauen.


    Der lange Weg bis hierhin hat sie nicht abgeschreckt. Nun hat man einen musikalischen Einblick in diese Strecke, die sie zurückgelegt hat und auf der sie stets integer bleiben wollte. Schauen, mit wem sie tatsächlich funktioniert, eine gemeinsame Sprache finden. Melodien, die man vorher vielleicht noch gar nicht kannte, kreieren – auch nicht von ihr.


    Die Songs, die unter anderem mit einer 60ies Band live im Studio eingespielt wurden, wirken in der Summe ihrer Komposition ähnlich zerrissen, wie die Sängerin sich durchs Leben zu bewegt: Gitarren aus Spaghetti Western und Postpunk, Quentin Tarantino Schwere und Synthesizer. Und doch ergibt auch hier wieder die Gesamtheit das Bild. Die Richtung: düster melancholisch.


    Auf hart fragil erzählt Lary vom Leben, aus ihrem Leben.
    Und jeder, der ihre Songs hört, kann seinen eigenen Film des Lebens darauf projizieren, sich in Nuancen damit identifzieren – und genau davon tragen wir doch so viele in uns.